05.03.2021

Behandlung schwer heilbarer und chronischer Wunden mit innovativen Therapien

Das zertifizierte Sächsische Wundzentrum Muldental, welches sich in den Muldentalkliniken am Standort Grimma befindet, ist auf die Behandlung chronischer Wunden spezialisiert.

Mitarbeiter des Wundzentrums stehen am Verbandswagen

Aus Sorge vor Ansteckung scheuen viele derzeit den Gang in die Arztpraxis, auch wenn die gesundheitlichen Probleme offensichtlich sind. Für Menschen mit chronischen Wunden kann dies katastrophale Folgen haben. Das zertifizierte Sächsische Wundzentrum Muldental, welches sich in den Muldentalkliniken am Standort Grimma befindet, ist auf die Behandlung chronischer Wunden spezialisiert. „Schon nach der ersten Coronawelle im Frühjahr 2020 standen wir zum Teil schwierigen Befunden gegenüber, die eine lange Behandlungsdauer erforderten. Eine gewisse Scheu und Zurückhaltung sind verständlich, jedoch kann es gerade bei chronischen Befunden zu erheblichen Komplikationen kommen, was oft der zugrundeliegenden Erkrankung geschuldet ist“, so Oberarzt Dr. med. Stefan Vehlow, ärztlicher Leiter des Sächsischen Wundzentrums Muldental.

Besteht beispielsweise eine Durchblutungsstörung im Bein und durch eine Verletzung entsteht eine Wunde, so wird diese nicht abheilen. Das Gewebe stirbt ab und es kann zur Infektion und schlimmstenfalls zur Blutvergiftung kommen. Auch Personen mit Diabetes mellitus sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Durch eine Schädigung der Nervenbahnen kommt es beim Diabetes oft zum Verlust der Sensibilität an Armen und Beinen. Verletzungen werden erst bemerkt, wenn es Blut- oder Eiterflecken an den Socken gibt. Wenn der Fuß dann anschwillt und auch noch Fieber auftritt, handelt es sich um einen Notfall und es ist höchste Eile geboten.                                                                       

„Wir als Wundzentrum bieten seit Anfang des Jahres eine tägliche Telefonsprechstunde an, wo uns Betroffene, Hausärzte, Pflegedienste etc. konsultieren können. Außerdem besteht die Möglichkeit, uns Fotos von den Befunden per E-Mail zu schicken. Allerdings ist es schwierig, die Situation von Menschen mit chronischen Wunden durch Telefonate oder Fotos realistisch zu beurteilen“, so Dr. Vehlow.

Kaltplasmatherapie – eine innovative Wundtherapie

Im zertifizierten Sächsischen Wundzentrum Muldental, welches sich im KH Grimma befindet, werden Betroffene mit chronische Wunden einer ausführlichen Diagnostik zugeführt. In vielen Fällen findet man eine Ursache für die Wundheilungsstörung. Die geeignete Therapie wird dann mit dem Patienten besprochen und findet unter Anwendung der neuesten Behandlungsrichtlinien statt. Stößt das moderne Wundmanagement an seine Grenzen, gibt es alternative Therapieansätze, wie die Kaltplasmatherapie.

„Seit Dezember haben wir das PlasmaDerm-Gerät erstmalig bei einem Patienten aus Machern erfolgreich getestet. Der Behandlungserfolg hat den Patienten so überzeugt, dass er über den Förderverein des Krankenhauses Grimma die finanziellen Mittel zur Anschaffung des Therapiegerätes zur Verfügung stellte. Wir sind außerordentlich dankbar für diese großzügige Spende und freuen uns, dass wir nun auch anderen Patienten diese innovative Therapie anbieten können“, so Mike Schuffenhauer, Geschäftsführer der Muldentalkliniken.

Deutschlandweit gibt es derzeit nur vier Zentren, die eine Kaltplasmatherapie anbieten. Durch das kalte Plasma können Sauerstoff und Ozon, UV-A-und UV-B-Licht sowie hochfrequente elektrische Felder bis zu drei Zentimeter tief in das Gewebe eindringen, wodurch Bakterien abgetötet werden und die Durchblutung angeregt wird. „Die Behandlung findet anfangs fünf Mal pro Woche statt und wird dann auf zwei bis drei Mal pro Woche reduziert. Bis zur endgültigen Abheilung erfolgt einmal wöchentlich eine Anwendung. Patienten müssen insgesamt etwa mit einer zwölfwöchigen Behandlungsdauer rechnen. Die Therapie wird ambulant durchgeführt und dauert, je nach Wundgröße, etwa 20 Minuten“, erklärt Dr. Vehlow.

Das Team des Wundzentrums arbeitet eng mit der Initiative für chronische Wunden zusammen und erweitert durch Hospitationen und Teilnahme an Wundkongressen ständig seine therapeutischen Möglichkeiten. Das Sächsische Wundzentrum Muldental ist ein kompetenter Ansprechpartner bei schwer heilbaren und chronischen Wunden. Betroffene erreichen das Wundzentrum telefonisch unter: 03437 9378-4371.

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Beatrix Hundt
Unternehmensgruppe Muldentalkliniken
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