26.10.2021

Lebererkrankungen werden zu spät erkannt

Ärzteschaft diskutiert wie schwere Lebererkrankungen zu verhindern sind.

Vier Ärzte aus Sachsen diskutieren rund um die Thematik der Lebererkrankung

Im September kamen in Thallwitz im Rahmen einer Fortbildung von Chefarzt Dr. Fitzel Ärztinnen und Ärzte der Muldentalkliniken und niedergelassene Ärzte aus der Region zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie schwere Leberkrankungen verhindert werden können.

Zur Fortbildung kamen Prof. Dr. med. Thomas Berg, Bereichsleiter Hepatologie des Uniklinikums Leipzig, führender deutscher Leberspezialist und neuer Generalsekretär der EASL (Europäische Arbeitsgemeinschaft zum Studium der Leber) sowie Chefarzt MBA Dr. med. Michael Repp der Klinik für Gastroenterologie/Hepatologie des Klinikums Altenburger Land zusammen. Weitere Referenten waren Frau Prof. Dr. med. Elke Wagler, Chefärztin der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Onkochirurgie der Muldentalkliniken sowie Dr. med. Gregor Fitzel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin in den Muldentalkliniken am Standort Wurzen. Gemeinsam informierten sie die Teilnehmenden über Lebererkrankungen, deren Untersuchungsmethoden und Therapiemöglichkeiten.

„Ich bedanke mich bei allen Referenten für die tollen Beiträge und die gelungene Veranstaltung“, so Chefarzt Dr. med. Fitzel, Organisator der Fortbildung. „Es wurde deutlich, dass wir in den Muldentalkliniken diagnostisch sehr gut aufgestellt sind, um Lebererkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu therapieren“, führt Fitzel fort.

Die Veranstaltung wurde mit einer kritischen Diskussion zur steigenden Anzahl an Fettleberpatienten sowie dem generell ansteigenden Leberkrebsrisiko abgeschlossen. Zudem einigten sich die Referenten auf ein spezielles Screening bestimmter Laborparameter und Biomarker zur Identifizierung von Lebererkrankungen. Alle Teilnehmer hatten zudem die Gelegenheit, sich in einer kleinen Industrieausstellung  über technisches Zubehör sowie Gerätschaften zur Leberdiagnostik und Therapie zu informieren.

Ursachen, Untersuchungsmethoden und Therapien bei Lebererkrankungen

Hepatitis, ungesunde Ernährung, Alkohol, chronischer Gallenstau, das metabolische Syndrom und Medikamente sind bekannte Ursachen, erklären aber nicht alleine den bedrohlichen Anstieg. Bedrohlich, weil Lebererkrankung bereits Platz 5 in der deutschen Sterblichkeitsstatistik einnehmen. Das von Spezialisten geforderte Screening findet nicht statt, sodass aktuell viele Lebererkrankungen viel zu spät erkannt werden.

Zu den Untersuchungsmethoden zählen serologische und immunologische Laboruntersuchungen des Blutes vor allem die Lebersonographie (Ultraschall), die Kontrastmittelsonographie, die sonographisch gestützte Leberpunktion, die Scherwellen-Elastographie, Schnittbildverfahren wie CT und MRT und die endoskopische Cholangiographie. 

Im Fall eines diagnostizierten Lebertumors gibt es verschiedene operative Möglichkeiten. Diese reichen von einer Lebersegment- bis hin zur Leberteilentfernung. In bestimmten Fällen kann auch eine Lebertransplantation in Frage kommen. Patienten mit einem erhöhten operativen Risiko soll in Zukunft auch die Radiofrequenzablation als schonendes Verfahren angeboten werden. Hierbei werden unter Schmerz- und Schlafmedikation Sonden sonographisch gestützt in die Leberherde vorgeschoben und können diese thermisch auflösen. Das Verfahren eignet sich sowohl für Lebermetastasen als auch für Lebertumore.

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